Wuhdener Heimatverein e.V.
Wuhdener Heimatverein e.V.

Aktuelles

In den letzten Jahren ist beim Projekt „Kriegsschauplatz Schloss Klessin“ viel passiert. Die Fläche wurde in den ursprünglichen Zustand versetzt, die Keller durch den V.B.G.O. freigelegt und nach Gefallenen durchsucht. Der Schutt wurde beseitigt, die Keller wieder mit Erde verfüllt. Der Grundriss des Schlosses wird jetzt durch die teilweise vorhandenen Mauerwerke und durch Gabionen dargestellt. Die Gebäudefläche besteht nun aus einer Schutt- und Rasenfläche. Um den 100 m langen Stall wieder darzustellen, wurde dieser mit verschiedenen blühenden einheimischen Sträuchern bepflanzt. Ein Teil der gepflasterten Straße ist freigelegt. Es wurde ein zugeschütteter Laufgraben gefunden. Dieser wird in die zukünftige Gestaltung einbezogen. 

 

Allein 2019 leisteten der Wuhdener Heimatverein e. V. und viele Helfer aus der Region 1500 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Parallel dazu mussten und müssen die weiteren Arbeitsschritte vorbereitet werden, sind die Informationstafeln zu entwickeln, ist die Fertigstellung der Gedenk-Findlinge voranzutreiben, sind verschiedene Absprachen zum Eingangsportal vorzunehmen, muss über den Wegebau diskutiert werden, ist ein Pflegekonzept zu entwickeln u. v. m.

 

Finanzielle Mittel haben wir über den Landkreis Märkisch-Oderland und über die Euroregion PRO EUROPA VIADRINA bekommen. Letztere Mittel konnten durch eine polnische Kooperation mit dem Festungsmuseum Küstrin/Kostzyn angeworben werden. Hier hat es schon verschiedene Begegnungen zwischen den Partnern gegeben, wo über die weitere Entwicklung des Projektes und die weitere zukünftige Zusammenarbeit gesprochen wurde. Bereits Ende September wurden ca. 40 Besucher aus Kostrzyn nach Klessin eingeladen. Im Frühjahr 2020 wird eine deutsche und polnische Schulklasse nach Klessin kommen und über die Kriegsereignisse und den Lehren daraus informiert. Am 30. April 2020 gibt es eine Veranstaltung in Klessin zum Thema „75 Jahre Kriegsende“.

 

Um das Projekt 2021 fertigzustellen, sind noch weitere Förderanträge und Arbeitseinsätze nötig, deren Beantragung bzw. Organisation einen großen Zeitaufwand erfordern. 

 

Herzlichen Dank allein Vereinsmitgliedern, Helfern, Spendern, regionalen Firmen, dem V.B.G.O., der Gemeinde Podelzig, dem Amt Lebus, dem Landkreis Märkisch-Oderland, der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA und vielen anderen Unterstützern für die bisher geleistete Hilfe und Unterstützung bei der Umsetzung dieses ehrgeizigen aber so wichtigen Projektes.

 

Im neuen Jahr gehen die Arbeiten weiter. Die vielen freiwilligen Helfer sind mit ganzem Herzen dabei und freuen sich über jeden Fortschritt. Nach wie vor sind wir überzeugt, eine wichtige Gedenk- und Erinnerungsstätte zur Kriegsgeschichte 1945 an der Oder zu errichten und damit jungen Leuten die ganze Grausamkeit und Sinnlosigkeit eines Krieges an authentischer Stelle  zeigen zu können.

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© Monika Tietz